Kyrill bewegt nicht nur die Mittweidosphäre, sondern auch die Profis. Die Folgen sind bekannt, ganz so schlimm wie befürchtet war es dann doch nicht. Spannend zu Verfolgen ist der Streit zwischen Jörg Kachelmann mit seiner privaten Wetterfirma Meteomedia und dem staatlich finanzierten Deutschen Wetterdienst (DWD):
Meteomedia-Gründer Kachelmann hat “den Eindruck,dass der DWD überkompensiert, was er in der Vergangenheit verschlafen hat” schreibt Spiegel Online.
“Dieser Vorwurf ist mir völlig unverständlich. Das ist, um eine Lieblingsvokabel des Schweizers zu gebrauchen, grotesk – angesichts der Folgen eines der schlimmsten Orkane der vergangenen 20 Jahre” lässt DWD-Pressesprecher Uwe Kirsche in einer Pressemitteilung verlauten. “Ich frage mich: Was treibt Herrn Kachelmann um? Meint er durch solche Schlagzeilen und haltlose Vorwürfe gegen den nationalen Wetterdienst Werbung für seine Wetterfirma machen zu müssen?”
Der Streit ist offenbar nicht neu, bereits im März 2006 wetterte Kachelmann in einem Zeitartikel:
Der DWD versuche “systematisch, alle private Konkurrenz platt zu machen.”
Der DWD hatte Kachelmann verklagt, zu oft vor Unwettern zu warnen – berichtete damals der Stern. Kachelmann hat mit seiner Kritik den Spieß jetzt also umgedreht. Grotesk – aber unterhalsam.
