Der professionelle Umgang mit Kleingeld

Blogmedien.de fasst in seiner aktuellen Ausgabe, die teils absurden Positionen der ARD in Sachen Rundfunkgebühren wunderbar zusammen. Ein Punkt kommt für meinen Geschmack ein bisschen zu kurz:

Die ARD-Oberen haben auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland allen Ernstes das Bezahlen von On-Demand-Content ins Gespräch gebracht. Zwar sind das noch keine konkreten Planungen oder Forderungen, man könne sich aber zukünftig vorstellen, Online-Angebote wie Filme und Sendungen kostenpflichtig im Internet anzubieten. Und ich glaube nicht, dass ARD-Intendanten solche Aussagen unüberlegt in der Öffentlichkeit treffen. Soll heißen, das könnte schneller kommen als wir uns das vorstellen können.

Und das halte ich für absurd. Sicher – Lizenzgebühren und Leitungskosten sind nicht gerade günstig. Aber da erheben die öffentlich-rechtlichen Anstalten seit Anfang dieses Jahres eine Rundfunkgebühr für “neuartige Empfangsgeräte” – also für PCs. Wovon, wenn nicht von diesem Geld, sollten solche Angebote finanziert werden?

Ein Glück, dass die ARD auf ihrer Website “Wissenswertes zur Rundfunkgebühr” zusammengetragen hat. Dort heißt es:

Gerade mal zehn Cent geben Gebührenzahler monatlich für ARD.online aus

Und im passenden Quiz dazu, darf man sich dann den “Blinden-Huhn-Preis” abholen, den ich gerne an die ARD-Oberen weitergeben möchte:

Der professionelle Umgang mit dem Kleingeld überfordert Sie vermutlich manchmal

Noch nicht genug? Gut einen hab ich noch: Was glauben Sie, wohin die 10 Cent monatlich fließen? Unter anderem in eine Dating-Plattform! Kein Scherz:

Der WDR hat eine eigene Singlebörse im Internet – läuft die auch unter “Grundversorgung”?

Ein Gedanke zu „Der professionelle Umgang mit Kleingeld

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