Der professionelle Umgang mit Kleingeld

1 Juni 2007 von Andi Kommentieren »

Blogmedien.de fasst in seiner aktuellen Ausgabe, die teils absurden Positionen der ARD in Sachen Rundfunkgebühren wunderbar zusammen. Ein Punkt kommt für meinen Geschmack ein bisschen zu kurz:

Die ARD-Oberen haben auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland allen Ernstes das Bezahlen von On-Demand-Content ins Gespräch gebracht. Zwar sind das noch keine konkreten Planungen oder Forderungen, man könne sich aber zukünftig vorstellen, Online-Angebote wie Filme und Sendungen kostenpflichtig im Internet anzubieten. Und ich glaube nicht, dass ARD-Intendanten solche Aussagen unüberlegt in der Öffentlichkeit treffen. Soll heißen, das könnte schneller kommen als wir uns das vorstellen können.

Und das halte ich für absurd. Sicher – Lizenzgebühren und Leitungskosten sind nicht gerade günstig. Aber da erheben die öffentlich-rechtlichen Anstalten seit Anfang dieses Jahres eine Rundfunkgebühr für “neuartige Empfangsgeräte” – also für PCs. Wovon, wenn nicht von diesem Geld, sollten solche Angebote finanziert werden?

Ein Glück, dass die ARD auf ihrer Website “Wissenswertes zur Rundfunkgebühr” zusammengetragen hat. Dort heißt es:

Gerade mal zehn Cent geben Gebührenzahler monatlich für ARD.online aus

Und im passenden Quiz dazu, darf man sich dann den “Blinden-Huhn-Preis” abholen, den ich gerne an die ARD-Oberen weitergeben möchte:

Der professionelle Umgang mit dem Kleingeld überfordert Sie vermutlich manchmal

Noch nicht genug? Gut einen hab ich noch: Was glauben Sie, wohin die 10 Cent monatlich fließen? Unter anderem in eine Dating-Plattform! Kein Scherz:

Der WDR hat eine eigene Singlebörse im Internet – läuft die auch unter “Grundversorgung”?

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