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Kino im Kopf oder Wahnvorstellung?

Andreas Szabó 0

Bei den Radiomachern geht die Angst um. Gibt es uns in 10 Jahren noch? IPod, MP3 und Podcast sind Stichworte, die so manchem “Dampfradio”-Macher der alten Schule Schweiß in die Stirn treiben.

Transpirieren Sie zurecht?

Ja – wenn man meint, sich auf die klassische “Ich bin Gott – friss und stirb”-Mentalität verlässt.
Ja – wenn man darauf vertraut, dass die Medienpolitiker und Landesmedienanstalten auch weiterhin die Hoheit über die Distributionswege (Verbreitung) behalten.
Schon heute entscheidet die Macher des Handy-TV watcha teilweise selbst, welche Sender empfangbar sind (ZDF, MTV, P7S1-EntertainmentTV, N24, BigFM). Platz für mehr Sender bietet die Technik die dabei verwendet wird (DMB) im Moment in Deutschland noch nicht. Da wird dann eben sehr genau gesiebt. Wer hat das beste Angebot für meine Handy-Zielgruppe. Oder wer hat einfach nur gepennt.

Aber um zum Transpierieren zurückzukommen, läuft der Angstschweiß bei den Radiomans zurecht?

Nein – Wenn man die Zeichen der Zeit erkennt und es so macht wie watcha oder die Radioholding Regiocast, Mutter von z.B. Radio Schleswig Holstein (wo ich vergangenes Jahr für ein Praktikum war) oder PSR:

Bereits verwirklicht: Eigenes Mobilfunkunternehmen aufbauen. Crosspromotion zwischen Radiosender und Mobilfunkanbieter. Sounddesign vom Radiosender bekommen.

Was mir noch spontan an neuen Erlösquellen einfällt: Klingeltöne. Musikdownloads. Interaktive Dienste. Handy-TV einfach selber verwirklichen.

Eben nicht nur auf das Kerngeschäft Radiowerbung und seit einigen Jahren 01379-Hotlines vertrauen.
Eben nicht das Knieschlottern bekommen und darauf vertrauen, dass das “Konsumenten-Vieh” auch in 20 Jahre noch zu faul ist, individuelle Konsumgewohnheiten zu erlernen. Schon heute hören die Kids mit ihren Handys die aktuellen Chart-Titel. Runtergeladen für 2,99€. Ausgetauscht per Bluetooth. Bigfm dudelt beim Joggen.

Klar – nicht jeder Hype und Trend wird wirklichen “Profit” genieren, auf den es ja im Endeffekt jedem Medienmanager oder Gesellschafter ankommt.
Werden sich Podcasts durchsetzen? Keine Ahnung, bisher gibts es in Deutschland nur eine Handvoll qualitativ hochwertige. Ist der IPod der Sargnagel fürs Radio? Nein – solange der Kampf um die Distributionswege und das ernsthafte Auseinandersetzen mit meinem Kunden, meinem Hörer endlich stattfindet. Dass da eben nicht nur lauter 35-jährige Hausfrauen am Radiogerät sitzen, die Durchschnittlich nur 25min unserer Morgensendung hören (aber auch).

Dass das “digitale Radio” DAB kein Mensch braucht und will. Auch wenn die Öffentlich-Rechtlichen Sender da schon hunderte Millionen von Euro versenkt haben. Die Technologie UND ein Teil eurer Konsumenten hat euch ÜBERHOLT!

Meine Gedanken dazu. Schuld daran ist das da. Und meine Liebe zum Radio.

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