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Wirbel um Akkreditierungen für NSU-Prozess

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Um die Akkreditierungsliste (PDF) für den NSU-Prozess, der in drei Wochen am Oberlandesgericht München startet, gibt es Wirbel.

Medienvertreter aus der Türkei oder Griechenland haben keinen der 50 fest garantierten Plätze im Gerichtssaal erhalten. Das Gericht hatte entschieden, die Plätze nach dem ‚Wer zuerst kommt…‘-Prinzip zu vergeben. Über 120 Journalisten hatten sich angemeldet.

Nun steht die deutsche Justiz bereits vor Prozessbeginn im Abseits, weil so renommierte Medien wie die New York Times oder die BBC keinen festen Platz erhalten haben. Und es wird noch „besser“: kein einziges türkisches Medium hat einen sicheren Platz (acht NSU-Opfer waren türkischstämmig) erhalten. Andererseits ist beispielsweise die ARD gleich mit fünf Kollegen akkreditiert.

Die Bildzeitung hat inzwischen angekündigt, ihren Platz der türkischen Tageszeitung Hürriyet zu überlassen. Doch auch das will das Gericht nicht zulassen.

Sachsen ist auf der Akkreditierungsliste gut vertreten. Dennoch ist auffällig, dass einige Medien nur auf der Warteliste stehen oder sich gar nicht erst akkreditiert haben:

Mit dabei:
-Sächsische Zeitung
-Freie Presse
-MDR
-Sächsische Lokalradios/Hitradio RTL (via Bayerische Lokalradios)

Warteliste:
-LVZ/DNN (Mediengruppe Madsack)
-Arndt Ginzel (freier Journalist Leipzig)
-Thomas Datt (freier Journalist Leipzig)

Zur Dokumentation: Akkreditierungsliste OLG München

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