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SEO-Spam und Linkbuilding-Anfragen – Finger weg!

Andreas Szabó 0

Fast täglich erhält man als Blogger E-Mails mit Anfragen, Links gegen Geld zu platzieren. Das nennt sich Linkbuilding oder SEO-Spam. Auch bei mir trudeln zuletzt verstärkt solche Anfragen ein. Erst werden 100 Euro geboten, später 500 Euro. Die Bedingung: ich soll einen Text für einen Kunden des Spammers im Blog veröffentlichen. Häufig handelt es sich dabei um Glücksspielseiten oder Sportwettenanbieter. Oft fordern die Anbieter, dass Du den Text nicht als Anzeige kennzeichnest. Und natürlich müssen alle Links “dofollow-Links” sein. Was das ist, erkläre ich gleich unter Punkt 3.

Eine Typische Linkbuilding-Anfrage per E-Mail. Man kann nur raten: Finger weg von unseriösen Anfragen, es handelt sich um SEO-Spam.
Typische Linkbuilding-Anfrage per E-Mail. Man kann nur raten: Finger weg!

Linkbuilding und SEO-Spam soll für besseres Google-Ranking sorgen

Derartige Mails zielen darauf ab, dass die Glücksspiel-Anbieter mit ihren Seiten bei der Googlesuche weiter vorne landen für bestimmte Schlüsselwörter (Key Words). Dafür suchen sie möglichst viele, möglichst seriöse Blogs, die bei Google eine hohe Reputation genießen, um dann selbst bei Google weiter nach vorne zu kommen. Das Ganze ist ein Millionenbusiness. Es gibt aber mehrere Probleme und auch Gefahren für Dich und Dein Blog:

  1. Unseriöse Anbieter, Texte und Links schaden Deiner Reputation

    Wenn Du Texte für unseriöse Seiten veröffentlichst und noch dazu nicht als Anzeige kennzeichnest, werden Deine Leser im besten Fall komisch gucken und weiterscrollen oder wegklicken. Im schlimmsten Fall kommen sie nicht wieder, weil Du in Ihren Augen schlechte/irrelevante Inhalte veröffentlichst oder noch schlimmer: verbraten ihr Geld mit Glücksspielen.

  2. Fehlende Werbekennzeichnung im Blog? Kann teuer werden

    Eine fehlende Kennzeichnung eines Textes als Werbung oder Anzeige kann teuer werden. Es handelt sich dann um Schleichwerbung. Das ist ein Verstoß gegen das Gesetz zum unlauteren Wettbewerb (UWG). Abmahnungen durch Mitbewerber und Konkurrenten sind möglich. Sie können Unterlassungsansprüche durch ihren Anwalt geltend machen. Außerdem drohen bei Verbraucherirreführung strafrechtliche Konsequenzen wie Geldstrafen oder bis zu zwei Jahre Gefängnis. Ebenso sind auch Maßnahmen der Landesmedienanstalten denkbar, entsprechend der jeweiligen Landesmediengesetze. Gerade im Bereich großer Influencer sind inzwischen mehrere Landesmedienanstalten tätig geworden. Es wurde geklagt, es wurden Urteile gesprochen worden, wenn Werbekennzeichnungen fehlten.

    Unseriöse Linkbuilding-Anfrage per E-Mail. Hier wird sogar gefordert, auf eine Werbekennzeichnung zu verzichten.

    In diesem Beispiel wird sogar gefordert, auf eine Werbekennzeichnung zu verzichten. (Screenshot)

  3. Die Sache mit den dofollow-Links – warum das Deinem Blog schadet

    Wenn Du auf unseriösen Webseiten Links setzt, schadet das Deiner Reputation. Und zwar auch Deiner Google-Reputation. Google nimmt Dich dann automatisch auch als unseriöser wahr, wenn Du die Nutzer auf potentiell gefährliche Seiten schickst. Das heißt, Du kannst im Google-Ranking abgestraft werden, umso mehr und umso “schlimmere” dofollow-Links Du setzt. Die Anbieter solcher Linkbuilding-Anfragen legen wert darauf, dass alle Links, die sie in ihrer Anzeige bei Dir platzieren, kein “nofollow” eingetragen ist. Dann würde Google diese Links ignorieren. Handelt es sich um “dofollow”-Links, werden sie von Google erfasst.

Fazit: Werbeanzeigen im Blog müssen immer gut sichtbar zu Beginn des Textes als Anzeige gekennzeichnet sein. Im besten Fall mit “Werbung”, alternativ auch mit “Anzeige” oder “Werbeanzeige”. Linkbuilding-Werbeanfragen zielen in einigen Fällen auf unseriöse Seiten ab. Sie gehören aber auch zur Klaviatur des normalen Suchmaschinenmarketings. Auch wenn schnelles Geld lockt, meine Empfehlung: Widerstehe der Versuchung. Du schadest Deinem Image und Deinem Blog mehr, als es die paar hundert Euro wert sind.

Wenn Du Dir Gedanken über guten Content, Google und Werbung machst, kontaktiere mich gern oder schreib einen Kommentar. Zu solchen und anderen Themen komme ich gerne auch für eine Inhouse-Weiterbildung für ein Social Media Seminar in Dresden in Deine Einrichtung und Dein Unternehmen.

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