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40 Tage Corona in Dresden

Andreas Szabó 2

Zuletzt aktualisiert am 21. April 2020

Seit genau 40 Tagen begleite ich und begleitet mich die Corona-Krise in Dresden. Auf meinem Twitter-Account @reDDakteur sind seit Anfang März inzwischen 40 Threads entstanden, die über 1,6 Millionen mal ausgespielt wurden. Threads sind Ketten von kurzen Meldungen. Jeden Tag kurz nach 6-7 Uhr starte ich den nächsten Thread: Mit aktuellen Zahlen, wichtigen Terminen des Tages, Lesetipps, Datenanalysen und interessanten Debattenbeiträgen.

Dabei immer der Fokus auf Dresden und Sachsen. Wie gehen die Menschen hier bei uns damit um? Was ist wichtig? Und wo geht die Reise hin? Diese Fragen stelle ich mir und versuche diese zu beantworten.

Warum mache ich diese Corona-Begleitung für Dresden und Sachsen?

  1. Weil ich privat ein sehr hohes Informationsbedürfnis habe. Wir erwarten bald unser zweites Kind, da gibt es viele Fragen, Ängste, Informationsbedarf. Die Twitter-Threads pausieren dann, wenn es soweit ist.

  2. Auch dienstlich in meiner Funktion als Öffentlichkeitsarbeiter bei der AWO gibt es täglich Berührungspunkte, Fragen und Themen im Corona-Kontext. Auch hier will ich auf dem aktuellen Stand sein, bleiben und passend informieren.

  3. Weil wir aktuell das wohl größte nachrichtliche und gesundheitspolitische Ereignis seit 1945 oder 1919 erleben. Weil uns das alle betrifft. Jeden von uns. Tag für Tag. Und weil es wichtig ist, dabei einen klaren Kopf zu haben, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, Falschmeldungen und Gerüchte als solche zu entlarven und dennoch den Optimismus nicht zu verlieren.

  4. Weil Twitter das perfekte Medium für kurze, aktuelle Information ist und weil das passende Format für Dresden und Sachsen einfach noch fehlte.

  5. Weil ich unglaublich viel positive Signale, Zustimmung, neue Kontakte, Entwicklungen dadurch erhalte und andererseits aktuell immer am Ball bleibe.

Und weil dadurch auch immer wieder großartiges Neues entsteht:

CoronaCast Podcast aus Dresden

Zusammen mit Fabian Deicke entstand die Idee des CoronaCasts, ein Podcast zur Corona-Situation aus Dresden. An der Obsttheke im Supermarkt plauderten wir über Corona und wie es uns damit ergeht. Daraus entstand die spontane Idee zum Podcast. Jede Woche neu bei Sächsische.de. Dort sind inzwischen 7 (+1) Ausgaben abrufbar, mehrere Tausend Menschen hören unsere Gespräche. Im Interview waren zum Beispiel der Dresdner Polizeichef, der Kultusminister oder engagierte Menschen, die Masken für Sachsen produzieren.

Abrufbar ist der CoronaCast direkt im Webplayer bei Sächsische.de oder auch als Podcast bei iTunes, Spotify, Deezer oder direkt als Feed.

Das Medium Magazin hat Fabian zum CoronaCast interviewt. Es gibt viel Zuspruch und Interesse an dem Format. Und es gibt viele weitere Ideen, für Gäste und für weitere Gesprächsrunden. Allerdings – siehe oben – wird auch dieses Format von meiner Seite aus eine Zeit lang ruhen, wenn der Nachwuchs da ist. Fabian macht dann “solo” weiter.

“Die Ein-Mann-Corona-Nachrichten-Agentur”

Der Medienberater und ehemalige Chefredakteur Christian Lindner hat mein Engagement in Dresden in einer bundesweiten Übersicht von lokalen und regionalen Corona-Medien vorgestellt:

Ein-Mann-Corona-Nachrichten-Agentur: Andreas Szabó gibt seit dem 11. März jeden Morgen um 6 Uhr in privater Funktion via Twitter in einem langen Thread einen Überblick über die Corona-Lage in Sachsen und Dresden. In Ausgabe Nr. 6 hat der frühere Lokaljournalist und Lokalradio-Macher Einblicke gegeben, welche Quellen er dafür nutzt und wie er arbeitet.

Es gibt natürlich auch kritische Stimmen, die hinterfragen, was ich da mache, wie es ich mache, dass ich es überhaupt mache. Welche Themen ich aufgreife, kritisiere oder begleite. Diese Hinweise sind häufig wertvoll, auch wenn inzwischen 1-2 absurde Situation aufgetreten sind. Lustigerweise mit Menschen aus dem Journalismus. Werde ich als Konkurrenz wahrgenommen? Ernsthaft?

Es kostet allerdings Zeit und die ist knapp und wertvoll. Deswegen wird es in Sachen Corona von mir in den nächsten Wochen weniger geben.

Die Nachrichtenlage wird uns vermutlich noch Wochen, wenn nicht Monate intensiv begleiten. So dass auch ich im Rahmen der Möglichkeiten das Thema später weiter begleiten will.

Über eine Million Menschen mit Corona-Twitter-Threads in Dresden erreicht

Zum Abschluss hier noch eine Auswertung von Daten aus den Twitter-Analytics. Die Zahlen haben mich etwas geplättet. Ich bin zwar ein Vielnutzer von Twitter, aber schaue sehr selten in die Analytics-Daten – weil für mich privat nicht relevant:

Die Top 3 Tweets aus den Corona Dresden Threads von Andreas Szabó.
Die Top 3 Tweets aus den Corona Dresden Threads von Andreas Szabó.

Diese Zahlen haben mich geplättet, aber umso mehr bestärkt, dass das Thema auch für Euch eine Relevanz hat, wahrgenommen wird und dass das wichtig ist. Vielen Dank übrigens für die vielen bestärkenden Zuschriften, das Lob, Kaffeeangebote (nehme ich gerne an) :-)

Ansonsten eine Bitte: empfehlt mich weiter. Für Social Media Seminare in Dresden kann man mich buchen. In der aktuellen Lage per Videocall. Künftig auch wieder 1:1 für Beratung und Workshops bei Vereinen, Behörden und Unternehmen zu Facebook, Twitter, Instagram.

  1. Hallo Herr Szabo,
    zu Ihrem Interview mit Minister Piwarz: Es gibt vom Leipziger Unternehmen intelligent fluids einen rückfettenden Handreiniger, der das CORONA-Virus killt und bei dessen Anwendung in Klassenzimmer kein fliessendes Wasser benötigt wird. Dies ist effektiver als ein Desinfektionsmittel und sofort auch für alle Schulbehörden verfügbar.
    Übrigens hat unser innovatives Unternehmen zur Zeit über die Dresdner Seedmatch-Plattform ein Crowdfunding am laufen.
    LG von Christian Römlein

  2. Hallo Herr Römlein,

    das ist interessant (wenn auch etwas Werbung ;-), kennt das auch das SMK bzw. die lokalen/regionalen Schulträger? Für Ihr Seeding viel Erfolg.

    Herzliche Grüße

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