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Hashtag Gratismentalität – Themen- und Agendasurfing nutzen für Social Media Marketing

Andreas Szabó 0

Zuletzt aktualisiert am 9. August 2022

Christian Lindner hat diese Tage von einer “Gratismentalität” im Bezug auf das 9-Euro-Ticket gesprochen. Das sei “nicht fair” und benachteilige alle, die nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren, war die Begründung des Bundesfinanzministers, warum er das Ticket als Bund nicht weiter finanzieren will (ist klar Christian…).

Gratismentalität auf Platz 1 in den Trends

Der Hashtag #Gratismentalität hat innerhalb weniger Stunden über 20.000 Tweets und Platz 1 in den Trending-Charts von Twitter erreicht. Zahlreiche Memes und witzige Tweets, Facebook- und Insta-Posts fluteten daraufhin die Sozialen Netzwerke mit Beiträgen zur #Gratismentalität.

Solche aktuellen und vor allem sehr relevanten Themen sind eine riesen Chance, um als Marke, als Institution, aber auch als einzelner Nutzer viral zu gehen. Es ist ein “Klassiker” für gutes und schnelles Social Media Marketing, wie es heute zum Beispiel eBay Kleinanzeigen vorgemacht hat.

Humor, Schnelligkeit und Relevanz wichtig, um viral zu gehen

Themen- oder Agenda “surfen” nennt man das Prinzip: also bei einem aktuellen und relevantem Thema andocken, wie eben diese die Aussage von Christian Lindner zum 9-Euro-Ticket („nicht fair“ „Gratismentalität“).

Das ganze im typischen Meme/Internetkultur-Humor aufgreifen und den passenden “Dreh” auf das eigene Produkt und die eigene Marke finden.

Wichtig dabei: Schnelligkeit und Relevanz.

Auch öffentliche Stellen können Trends nutzen – Stadt Dresden mit Humor

Super aufgesprungen auf den #Gratismentalitäts-Trend ist auch die Stadtverwaltung Dresden auf ihrem Twitter-Account.

Auch die Stadtverwaltung Dresden macht mit bei #Gratismentalität. (Screenshot: Twitter.com)

Ein altes Thema (Gratis-Trinkbrunnen) wurde genommen und mit dem Trend Gratismentalität gekoppelt, um inhaltlich anzudocken und Aufmerksamkeit auf die eigene Marke und Themen zu richten. Alls richtig gemacht.

Deutsche Bahn zum Bundesliga-Start kreativ und witzig

Auch die Deutsche Bahn zeigt, wie man ein aktuelles und relevantes Thema “surfen” kann, um damit selbst Reichweite für die eigene Marke und das eigene Thema zu erzeugen. In dem Fall ging es um den Bundesliga-Start. Die Bahn hat die Bundesliga-Vereine mit Fahrgast-Klischees zusammengebracht. Etwas frech, humorvoll, spricht sowohl Fußballfans, als auch Bahnfahrende an. Großartige Reichweite bei Twitter. Top Beispiel für erfolgreiches Themen-Surfen.

Über 12.000 positive Reaktionen gab es auf die witzigen Bahn-Tweets zum Bundesliga-Start. (Screenshot: Twitter.com/db_bahn)

Noch mehr großartige Beispiele, wie man vermeintlich fachfremde Themen aufs eigene Gleis (höhö) bringt, liefert täglich das wunderbare @DB_Cargo-Team bei Twitter. Follow lohnt sich.

5/5 Sterne, gerne wieder, alles super !

Wenn Du in deinem Marketing- oder ÖA-Team bei Social Media mehr zu solchen Themen erfahren willst: Melde Dich gern für ein Social Media Seminar in Dresden. Ich unterstütze Behörden, Vereine, Parteien und Unternehmen und komme für einen Workshop rum.

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