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Warum kaum jemand die LinkedIn-Beiträge deiner Unternehmensseite sieht und was du dagegen tun kannst

Andreas Szabó 0

Zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2025

LinkedIn ist längst mehr als ein digitales Adressbuch oder Job-Plattform – es ist Bühne, Netzwerk und Nachrichtenkanal in einem. Umso erstaunlicher, wie viele Unternehmen weiterhin fast ausschließlich auf ihre Unternehmensseiten setzen. Dabei zeigen Auswertungen: Die Reichweite entsteht woanders.

Die harten Zahlen sprechen eine klare Sprache

In seiner Daten-Analyse “Algorithm Insights” bringt LinkedIn-Experte Richard van der Blom die Fakten auf den Punkt:

  • Nur 2 Prozent der Inhalte im LinkedIn-Feed stammen von Unternehmensseiten
  • 51 Prozent kommen von persönlichen Profilen
  • 47 Prozent sind bezahlte Werbung

Mit anderen Worten: Wer nur auf seine Company-Page setzt, verzichtet auf Sichtbarkeit. Denn der LinkedIn-Algorithmus bevorzugt Inhalte von Menschen – nicht von Markenlogos.

Warum das ein Problem ist

Viele Unternehmen investieren Zeit und Geld in Inhalte für ihre Seiten – und wundern sich, warum kaum jemand reagiert. Die Antwort ist einfach: Die Inhalte werden schlicht nicht ausgespielt. Ohne bezahlte Werbung oder aktive Unterstützung durch persönliche Accounts bleiben die meisten Posts unter dem Radar.

Ein Beispiel:
Ein Post auf einer Unternehmensseite mit 2.000 Followern erreicht bei 5–10 Prozent Sichtbarkeit im Schnitt gerade einmal 100–200 Personen.

Wenn aber fünf Mitarbeitende denselben Inhalt mit ihren Netzwerken teilen – und jeweils 1.000 Kontakte haben – kann die Reichweite schnell auf 500–1.000 echte Ansichten steigen. Ohne einen Cent Werbebudget.

Disclaimer: das ist sehr vereinfacht gerechnet. Durch Netzwerkeffekte/Kommentare usw. können es natürlich mehr Personen werden.

Sichtbarkeit braucht Menschen

Es reicht nicht, Inhalte zu produzieren – sie müssen auch verbreitet werden. Und das funktioniert auf LinkedIn vor allem über persönliche Profile: Geschäftsführer, Projektleiterinnen, Azubis, Entwickler – sie alle haben potenziell mehr Reichweite als das Logo der Firma.

Deshalb gilt:

  • Aktiviert eure Mitarbeitenden, selbst sichtbar zu werden.
  • Teilt Inhalte gezielt über persönliche Profile.
  • Fördert LinkedIn-Kompetenz im Team – mit Schulungen, Templates, Support.

Fazit

Die Unternehmensseite bleibt wichtig – als digitale Visitenkarte, Ankerpunkt und offizieller Kanal. Aber echte Sichtbarkeit entsteht nur, wenn Menschen für die Marke sprechen. Wer LinkedIn ernst nimmt, braucht eine Strategie jenseits des Logos.

Frage an euch:
Wie viele starke persönliche LinkedIn-Profile gibt es aktuell in eurem Unternehmen – und wie oft werden sie aktiv genutzt?

Wenn euch bei der Antwort mulmig wird: Dann wird’s Zeit für einen Perspektivwechsel.

Für den Auftakt bei LinkedIn, für die Unterstützung bei “Corporate Influencer”-Programmen oder einfach mal für einen externen Blick, könnt ihr mich gerne kontaktieren. Für einen Social Media Workshop in Dresden zum LinkedIn-Game.

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